· 

Sodbrennen beim Hund / Licky Fits

Sodbrennen beim Hund, Licky Fit
Lavendel und Ulmenrinde

Sodbrennen beim Hund /Licky fits

 

Ich kann nur von den Vorfällen unserer Aila berichten, und die hat uns schon schlaflose Nächte und einige Zimmer zum Renovieren gekostet.

 

Bei unserer Hovawart Dame Aila fing dies schon sehr früh an, damals haben wir sie noch gebarft. Meist in den Abendstunden oder in der Nacht fängt es mit einem Trockenschlucken an, dann kommen diese, wir nennen es extreme Leckanfälle.

 

Aila fängt dann an, alles abzulecken, es sind regelrechte und manchmal langanhaltende Leckanfälle. Am Anfang standen wir dem sehr sehr ratlos gegenüber, ich meine mich zu erinnern, als der zweite Leckanfall kam, sind wir nachts nach Duisburg in die Tierklink gefahren, weil wir uns einfach nicht mehr zu helfen wussten, aber der Arzt konnte uns damals nicht wirklich helfen.

 

Unsere Tierärztin, die wir am nächsten Tag besuchten, orakelte Sodbrennen, da der Rachenraum errötet war und der Magen beim Abtasten gereizt schien. Sie empfahl uns eine Menge, was man gegen das Sodbrennen tun kann, aber die Lösung war für uns, einfach diese Leckanfälle von vornerein einzudämmen.

 

Leckanfälle bei Aila:

Wie schon gesagt, es passiert meistens in den Abendstunden oder Nachts, erst das Trockenschlucken und dann kommen diese Leckanfälle. Unser Haus ist komplett gefliest, bei den Anfällen versucht Aila immer ,in den Fugen zu lecken, später, als wir einmal nicht zu Hause waren, hat sie sich über die Wände in der Küche und im Schlafzimmer hergemacht, wobei sie die Tapeten von der Wand gerissen hat, um an den Putz zu kommen und hat diesen wirklich komplett gefressen, die Tapetenreste lagen schön sauber auf dem Boden, von dem rausgekratzten Putz war nichts mehr zu sehen.

 

Da uns kein Mediziner weiterhelfen konnte, besuchten wir eine Tierheilpraktikerin. Bei ihr erfuhren wir, dass es zwei Möglichkeiten gibt a). Magensäureüberschuss oder b). zu wenig Magensäure. Nachdem wir ihr das Verhalten von Aila erklärten, mutmaßte sie auch Sodbrennen.

 

Ein Tip von ihr war ,Aila kurz vor dem Schlafengehen ein Stück Brot mit fettiger Leberwurst zu geben, damit der Magen nachts etwas zu tun hat. Damit haben wir gute Erfahrung gemacht, aber wirklich beseitigen konnten wir es nie.

 

Diese Heilpraktikerin brachte aber noch einen ganz anderen Punkt ins Spiel, nämlich Stress.

 

Jetzt haben wir uns natürlich gefragt, was hat unsere Aila denn für einen Stress, und wir fingen an, Buch zu führen und siehe da, wenn besondere Situationen waren, passierte es meist abends oder am nächsten Tag.

Wenn Aila mal wieder den Hund vom Nachbarn eingetuppert hat, wenn viel Besuch im Haus war, ein unangenehmer Tierarztbesuch usw.

 

Aila ,meine Hovawarthündin, hat zwar eine riesen Klappe und verteilt auch gerne ihre persönlichen Gesetzestexte, aber doch ist sie ein ganz sensibler Hund.

 

Anfangs haben wir ihr während des Anfalls Zwieback oder etwas Joghurt gegeben, was auch gelegentlich half, aber nicht immer.

 

Die vielbeschworene Heilerde brachte überhaupt keine Linderung, Maaloxan auch nicht.

 

Während der Anfälle ist sie nicht mehr ansprechbar, die Rute ist eingeklemmt, und wenn man sie raus in den Garten lässt, frisst sie Unmengen an Gras und dann rupft sie Grasbüschel mit samt Wurzel raus und vertilgt sie.

 

Die Heilpraktikerin hat uns dann noch Streukügelchen gegen Sodbrennen gegeben (Nux vomivca C 200).

 

Manchmal haben wir monatelang Ruhe und es passiert nichts und dann geht es plötzlich wieder los, so wie nach unserem letzten Urlaub, als Aila am ersten Arbeitstag einige Stunden alleine bleiben musste und mein Vater Vormittags mit ihr raus gehen wollte, sah er die Überraschung, dass sie wieder im Schlafzimmer den Putz von den Wänden gefressen hatte.

 

Nun musste eine andere Lösung her, denn es bricht mir jedes Mal das Herz, meinen Hund bei diesen Leckanfällen zu sehen und man steht ratlos daneben, man will helfen und kann es nicht.

 

Lavendelöl

Wie im Artikel Duftmedizin für Hunde  haben Gabriela und ich verschiedene Düfte ausprobiert, die Ruhe bewirken sollen. Damit wollen wir gegen den „Stress“ vorgehen, wir haben hierbei sehr gute Ergebnisse mit Lavendelöl erzielt. Es beruhigt nicht nur die Hunde, sondern auch uns Menschen. Das rein natürliche Öl vernebeln wir kalt mit einem Diffuser.

 

Tierarzt

Parallel haben wir mit unserer Tierärztin mehrere Untersuchungen durchgeführt, um organische Ursachen auszuschliessen, Aila ist gesundheitlich aber top fit.

 

Ulmenrinde (slippery elm bark)

Im zweiten Step haben wir angefangen, Aila eine Stunde vor oder nach der Mahlzeit Ulmenrinde (slippery elm bark) zu geben. Die amerikanische Ulmenrinde wird aus der Rot-Ulme gewonnen und war den Indianerstämmen in Nordamerika früher schon als Heilmittel bekannt. Diese Ulmenrinde enthält zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine sowie Bitter- und Gerbstoffe, die sich positiv auf den Magen- und Verdauungstrakt auswirken.

Die Ulmenrinde, welche ihr als Pulver bekommt, wird in Wasser aufgelöst und dann kurz aufgekocht. (ca. 2 Gramm Ulmenrinde mit 125 ml Wasser). 
Das nun entstandene Gelee lassen wir abkühlen und geben etwas Joghurt dazu (pur frisst Aila sie nicht). Dieser Gelee oder besser Schleim wirkt schützend und beruhigend auf die Schleimhaut.

Das Gelee lässt sich wunderbar bevorraten, sodass wir immer ca. 250 ml auf einmal herstellen und es im Kühlschrank aufbewahren.

 

Nun bekommt Aila jeden Abend ca. 20 – 30 ml dieser Ulmenrinde zum Aufschlabbern.

Wichtig ist, dass die Ulmenrinde 1 Stunde vor oder nach der Mahlzeit oder einer Medizin verabreicht wird.

 

Was soll ich sagen, wir haben nun seit einigen Monaten endlich Ruhe. Wir wissen nicht, ob es am Lavendel oder an der Ulmenrinde liegt, aber wir wollen glauben, dass die Kombination von beidem dem Hund guttut.

 

Und etwas anderes konnten wir beobachten, hat Aila nur einmal täglich ihren Haufen erledigt ist es nun zweimal täglich.

 

Die Symptome von Sodbrennen beim Hund können völlig unterschiedlich sein, der eine beginnt zu schmatzen, der andere hat erhöhten Speichelfluss, hektisches Leerschlucken oder Leckanfälle.

 

Ich hoffe, ich konnte Euch ermutigen, der Ursache auf den Grund zu gehen, Euer Hund wird es Euch danken.

 

BITTE, dieser Text basiert auf persönlichen Erfahrungen und soll und darf auf keinen Fall den Tierarzt ersetzen.


Diffuser

Ulmenrinde

Streukügelchen



Reine Öle (Beispiel)



Kommentar schreiben

Kommentare: 28
  • #1

    Suse (Donnerstag, 17 Januar 2019 20:57)

    Hi!

    Vielen Dank für Deinen ehrlichen Erfahrungsbericht, wir haben auch damit zu kämpfen. Ich werde es mal mit der Ulmenrinde versuchen.

  • #2

    Wilhelm (Donnerstag, 17 Januar 2019 21:09)

    Hallo Alexander,

    das mit dem Stress haben mein Frau und ich auch schon immer vermutet, aber nie getraut danach zu fragen, welcher Hund hat schon Stress.

    Klasse, dass Du es aussprichst.

    Vielen Dank

    Willi und sein Hivirocker

  • #3

    Simone (Freitag, 18 Januar 2019 07:13)

    Hallo liebes Team!

    was haben wir schon viele Experimente hinter uns. wenn der Anfall nicht zu stark ist, hilft bei uns auch Knäckebrot oder Zwieback. Ist der Rachcen aber schon zuviel verbrannt, hilft nicht mehr viel, ausser Gras fressen.
    Bei den Mengen an Gras, die unser Krümel dann frist, habe ich immer ein ungutes Gefühl.
    Ich denke der Ansatz von Dir ist der richtige, die Ursache von vorne rein zu bekämpfen und nicht erst, wenn die Säure den Hund verätzt hat.

    Erstaunlich, wie ich auf Deiner Facebook Seite gelesen habe, wie viele daran leiden, ich würde mir wünschen, dass mehr Leute hier ihre Erfahrung reinschreiben, denn bei Facebook ist immer alles so schnell wieder weg.

    Einen Daumen und eine Pfote hoch für deine Mühen.

  • #4

    Hova Wart (Freitag, 18 Januar 2019 09:12)

    YES!

  • #5

    Conny (Freitag, 18 Januar 2019 11:31)

    Hey ich dachte auch schon das ich alleine bin wir haben schon eine endlos lange Odyssee hinter uns zuerst war es die Hauswand dann der putz im Flur wo wir das schlucken noch nicht mitbekommen haben wir dachten an Zerstörung. Dann ein richtig schlimmer Anfall mit Gras inkl. Der Wurzeln da sind wir sofort in die Klinik gefahren die hatten keine Ahnung und haben die Maus operiert weil sie meinten das es von selber nicht mehr rauskommt wir sind in Dauer Behandlung beim THP bekommen Globuli, Tropfen, vitamin b12 spritzen und Akupunktur und trotzdem hat sie immer noch( Gott sei Dank selten) solche Anfälle. Ich bin sehr froh das du diesen Artikel geschrieben hast das wäre echt toll wenn es funktioniert. Gglg Conny mit Hailey

  • #6

    Vera (Freitag, 18 Januar 2019 20:38)

    Gott sei Dank, ich bin nicht alleine mit diesem Problem. Bis jetzt habe ich das nämlich gedacht, weil keiner mich verstanden hat. Leerschlucken und Ritzen ausschlecken, wenn kein Gras griffbereit. Furchtbar. Einmal hat meine Maus sogar diesen Mageninhalt aus Dreck und kleinen Steinen wieder erbrochen. Das war ein Schreck.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei meinen Hunden stressbedingt ist, da es meine Erste Hovihündin auch getan hat. Mit meiner Kleinen habe ich jetzt mal ein ernstes Wörtchen geredet, weil man ja auch sagt, dass manche Hunde ihrem Menschen den Stress abnehmen wollen und dann so komische Symptome entwickeln. Hab ich beim letzten Mal also erst ein bisschen Heilerde in den Hunde, sie dann angeschaut und ihr freundlich, aber doch schon mit etwas Ernst gesagt, sie solle das doch bitte sein lassen, es wäre nicht nötig. Schaut mich die Maus überrascht an, als wolle sie sagen: Achso? Ok. Und schwups war es vorbei. Komisch, aber in diesem Moment hat es glücklicherweise funktioniert.

  • #7

    Gabriele Ranglack (Samstag, 19 Januar 2019 20:29)

    Hallo Alexander, unsere Hovimaus " Henriette" hatte das auch - wir haben einen 40 Jahre alten Elefantenfuss ( Pflanze ) in einem riesigen Kübel voll mit Seramis stehen - während ihrer " Anfälle" hätte sie mir diesen Kübel am liebsten leer gefressen.... ich glaube, dass der Säure - Basen - Haushalt in den Wuffis nicht stimmt: zuviel Magensäure - also fressen sie Kalk - Kalk ist basisch und neutralisiert Säure - das erklärt, warum Aila den Putz von den Wänden frisst ( die arme Maus ) , ich weiß, wie schlimm es ist, das ansehen zu müssen und nicht helfen zu können!!! Wir hatten bis dato zwei Irish Wolfhounds, einen Golden Retriever, dann unsere Hovimaus Henriette - aktuell einen 10 Jahre alten Bordercollie Mix und einen 2 jahre alten rumänischen Strassenhund , bei keinem unserer anderen Hunde haben wir diese schlimmen " Leckanfälle" und Trockenschlucken erlebt... vielleicht hat es doch etwas mit der Rasse zu tun bzw. evtl. ein Problem mit der Bauchspeicheldrüse ????? ..... und - ich mag es gar nicht sagen - vielleicht doch " rassebedingt" ?????

  • #8

    Carsten mit C (Dienstag, 22 Januar 2019)

    Rassebedingt würde ich nicht sagen, ich denke es hat etwas mit der sensiblen Adler unser Hovis zu tun.

    Schon erschreckend wie viele Hovis damit ein Problem haben, und dass sind nur die, die sich trauen einmal etwas zu schreiben, anstatt die Hilfe anzunehmen.

    Einen dicken fetten Daumen hoch, dass Du es ansprichst.
    Der Hund leidet unglaublich unter Sodbrennen, dass können wir uns einfach nicht vorstellen, und ihn einfach nur raus zu lassen Gras fressen, finde ich nicht die Lösung.

    Ich denke, Dein Ansatz, im Vorfeld etwas zu unternehmen, ist goldrichtig, und wenn es die Ulmenrinde mit Lavendel ist dann freut es mich für Euch total.

    Wir werden es auf jeden Fall probieren, alles andere wäre ein Rückschritt.

    Carsten

  • #9

    Frank A. (Sonntag, 27 Januar 2019 16:39)

    Hi zusammen!
    Mein Hovi hatte auch Sodbrennen - nach einer Futterumstellung!
    Jetzt bekommt er wieder die alte Sorte und alles ist gut.

  • #10

    Martina Nebel (Samstag, 02 Februar 2019 11:45)

    Meine schwarzmarkene Elya, geb. 99, hatte die gleichen Symptome. Damals hieß es, sie habe eine chron. Gastritis. Das morgendliche Galle spucken konnte ich verhindern, indem ich sie nie länger als 10 Std. nüchtern ließ. Bei den Leckanfällen durfte sie zum Grasfressen in den Garten. Von ihrer Persönlichkeit her war das Problem ganz klar Stress bedingt. Damals hätte ich mich über so eine Aufklärung gefreut.

  • #11

    Nicole (Samstag, 02 Februar 2019 20:41)

    Das zeitlich willkürliche Füttern mit völlig unterschiedlichen Füttermengen soll den Teufelskreis von Erwartungshaltung und zu viel Magensäure aufheben. Das sei der Grund für Stress, bei einem sonst völlig ausgeglichenen, souveränen Hund. Sodbrennen soll dann nicht mehr vorkommen. Leider konnte ich diesen Tipp nicht mehr ausprobieren, da unser Hovi-Rüde 2017 an Altersschwäche verstorben ist. Für alle leidgeplagten Vier- und Zweibeiner würde es mich sehr freuen, wenn diese einfache Methode funktioniert!

  • #12

    Gisela (Sonntag, 03 Februar 2019)

    Hallo Alexander,
    Vielen Dank für den Bericht! Unsere Darya hatte in letzter Zeit auch vermehrt diese Leckanfälle. Seit 10 Tagen bekommt sie nun auch 2x diese Ulmenrinde und siehe da bis jetzt keine Leckanfälle mehr,ich hoffe es bleibt so �

  • #13

    Christine (Montag, 04 Februar 2019 07:45)

    Vielen Dank für Deine Infos ich werde es auf jedenfall ausprobieren wir haben das gleiche Problem mit unserem Floyd der hat schon einige Wände angeknabbert ... bei ihm ist es meistens morgens ... die Ärzte konnten uns bis jetzt auch nicht helfen ..

  • #14

    Spürnase (Montag, 04 Februar 2019 08:11)

    Guten Morgen Hovawart.rocks!

    Per Zufall bin ich auf Deine Seite gestossen.

    Du sprichst da ein ganz heikles Thema an.
    Natürlich bekommen unsere Hunde mal Sodbrennen, dass ist anatomisch schon leider so, da die Säure sehr schnell beim Hund im Rachenraum ist.

    Bei vielen ist es nahrungsbedingt und kann durch Umstellung beseitigt bzw. reduziert werden, scheinbar hast Du Dir sehr viel Mühe gegeben, alles genau zu prüfen.
    Deine angesprochene Liste finde ich eine Pflicht für Hunde die ein Problem haben, vielleicht magst Du die mal zur Verfügung stellen.
    Da Du für Deinen Hund Futter ausschliessen konntest, Dein Hund keinerlei Mangelerscheinungen hat, und Du bestimmt auch einen Stresstest beim Tierarzt hast machen lassen, bist Du auf dem richtigen Weg.

    Für Dich und Deine Ayla scheint die Ulmenrinde in Verbindung mit Lavendel der richtige Ansatz zu sein.
    Ich empfehle vielen meiner Klienten auch Ulmenrinde.

    Der Aufbau mit Lavendel sollte einmal genauer untersucht werden, gerade da unsere Hunde für Gerüche sehr empfänglich sind und diese deren Hirn postiv beeinflussen.

    Von vielen Hundebesitzern ist mir bekannt, dass es diese Leckanfälle gibt, jedoch werden sie immer wieder totgeschwiegen.
    Auch mit den Züchtern, kann man nur schwer darüber reden.

    Vielen vielen Dank für Deine Arbeit und Ehrlichkeit

    Die Spürnase

  • #15

    Ulrike (Mittwoch, 06 Februar 2019 22:12)

    Hallo, ich habe so ziemlich die gleichen Erfahrungen bezügl. Sodbrennen. Die Symptome waren ganz genau die selben. Ulmenrinde und überhaupt nichts mehr vom "Tisch" hat uns weiter geholfen. Ich habe ebenso festgestellt, dass es bei den Hündinnen auch etwas mit Hormonschwankungen zu tun haben könnte. Meine Hündin hatte vor der Läufigkeit und während dem Anfang einer Trächtigkeit vermehrt Sodbrennen. Was auch geholfen hat war Frischfleischfütterung. Jedoch nicht gewolft, wie häufig angeboten sondern in Stücken. Da scheint der Magen länger mit beschäftigt zu sein. Von Protonenpumpenhemmern (z.B.Omeprazol) würde ich abraten, da es zu einer Upregulation kommen kann und man dann ohne diese Dinger nicht mehr auskommt, die Magensäure zu "basisch" wird und auch Krankheitskeime nicht mehr abgetötet werden können. Normaler PH Wert der Magensäure ist 1. Mit Omeprazol erhöht man diesen Wert. Es kommt zu einer verminderten Aufname von Vit B12 und damit u. U zu einer Anämie. Wenn es also eben möglich ist, sollte man es wirklich mit anderen Mitteln versuchen in den Griff zu bekommen.

  • #16

    Gisela (Montag, 18 März 2019 11:37)

    Hallo Alexander,
    hier noch mal ein Melderchen von mir,mitlerweile über 9 Wochen dank deinem Tip mit der Baumrinde bei Darya keine Propleme mehr !!!

  • #17

    Heidi (Montag, 20 Mai 2019 13:43)

    Erst einmal herzlichen Dank, dass Du deine Erfahrungen mit Ulmenrinde hier veröffentlicht hast
    Eine Frage: Wieviel Gramm Ulmenrinde soll ein Hund täglich bekommen?

    Auf einigen Seiten werden für einen Hund bis 15 kg 3 gr. Ulmenrinde täglich angegeben, auf anderen Seiten 10 ml (des zubereiteten Schleims 125ml Wasser + 2 gr. Ulmenrinde) pro 10 kg Körpergewicht. Welche Dosierung hast Du genommen? Es ist ein riesiger Unterschied ob ich meinem Hund 3 gr. Ulmenrinde täglich verabreiche, oder 10 ml des Schleims pro 10 kg Körpergewicht.

    Mein Hund bekommt zur Zeit Omeprazol, wegen saurem Aufstoßen, saurem Mundgeruch, Leerschlucken, morgendlichen Spucken, mal gelblich und sauer mal nicht. Ich möchte ihm aber lieber pflanzliche Medizin verabreichen, weil die möglichen Nebenwirkungen von Omeprazol auf Dauer gesehen zu heftig sind.

    Herzlichen Dank für deine Antwort im voraus.

    Heidi

  • #18

    hovawart.rocks (Montag, 20 Mai 2019 21:03)

    @Heidi

    Hallo Heidi,

    also wir "kochen" immer 250 ml mit 1 geh. Messlöffel Ulmenrinde. Von dem "Glibber" bekommt Aila täglich ca. 25 g. Mal 5 g mehr, mal weniger; so genau lässt sich das ja gar nicht dosieren. Sie wiegt max. 28 kg. Hoffe, diese Angaben helfen Dir.

    In diesem Sinne

  • #19

    Heidi (Montag, 20 Mai 2019 23:46)

    Dankeschön für die prompte Antwort.
    Eine Frage dazu, wieviel Gramm Ulmenrinde passt in deinen Messlöffel?
    Wenn 10 gr. hineinpassen ist das eine andere Mischung als wenn 4 gr. oder 2 gr. hineinpassen.

    Liebe Grüße
    Heidi

  • #20

    hovawart.rocks (Dienstag, 21 Mai 2019 06:32)

    @Heidi

    Guten Morgen,

    wir benutzen zum Abwiegen eine Küchenwaage. Wir geben 2g auf 250ml. Lt. Hersteller soll man jedoch 4g geben.
    Es ist wie alles im Leben, ein Rantasten.

    Lt. Hersteller sollen es 4g sein.

  • #21

    Heidi (Dienstag, 21 Mai 2019 22:17)

    Herzlichen Dank für deine Antwort und einen schönen Abend noch.

    Ein dickes Lob an Dich für die Pflege dieser Seite, müsste ich Noten verteilen, bekämst Du ein Sehr gut mit 2 Sternchen. Ich hatte nicht mit so schnellen Antworten gerechnet. Dankeschön dafür noch einmal.


  • #22

    Anke (Mittwoch, 12 Juni 2019 08:45)

    Vielen Dank für Eure ausführlichen Berichte. An der Rasse kann es nicht liegen - wir haben einen Shih Tzu - Pudelmix. Leider wird es - egal was ich versuche - immer schlimmer. Ich denke es ist Streßbedingt. Das er sich über andere Hunde aufregt, kann ich leider nicht verhindern... :-( Probiert habe ich etliche HP-Mittel, Ulmenrinde, Fütterung geändert, Heilerde, vom Tierarzt Sucrabest ect.. Ich werde nun mal Katzengras pflanzen damit er nachts nicht ständig raus muss. Ich hoffe doch noch etwas zu finden um ihm zu helfen. Zumal die Nächte für mich dann auch recht kurz sind. Müde bei der Arbeit zu sitzen ist nicht besonders schön.

  • #23

    Paul Bensemann (Mittwoch, 10 Juli 2019 12:41)

    Wir kamen per Zufall zur Abhilfe bei unserer Hovi-Oma. Diese bekam auch meist abends Schleckanfälle. Nicht so extrem, wie Aila, aber nervig und für den Hund bestimmt unangenehm.

    Unserem Hovi-Opa wurde in der Klinik wegen Speichel-Tropfens (aus heiterem Himmel wie ein Wasserfall zumeist aus der rechten Lefze) Leinsamen verschrieben. Diesen gibt es seit einiger Zeit täglich (1 Esslöffel Leinsamenschrot mit etwas kochendem Wasser vermischt 10 Minuten stehen lassen, dazu eine Portion körnigen Frischkäse, garniert mit Banane, Honig oder Obst/Gemüsebrei).

    Sowohl unser Rüdi, als auch unsere Hündin mit ihren LickyFiz Anfällen zeigen seither keinerlei Auffälligkeiten. Der Schleim bekämpft zwar laut Aussage der TÄ lediglich die Symptome, aber besser als Narkose und ggf. aufwändiger OP an Magen oder Speiseröhre ist es allemal.

  • #24

    Oliver und Simone (Sonntag, 21 Juli 2019 22:01)

    Wir sind stille Mitleser, und haben die Ulmenrinde ausprobiert.
    Unsere Liebling hat seit dem keine Probleme mir.
    Danke für Deinen Tip

  • #25

    Lucky Fits Opfer (Sonntag, 25 August 2019 19:58)

    Hallo Alexander,

    Wir sin auch davon betroffen und würden von Züchtern, Tierärzten und sogenannten Trainer ausgelacht. Wir würden nicht richtig mit dem Hund umgehen.

    Da Du das Thema gerade wieder hochholst. Wir geben unserem Bär jeden zweiten Tag abends die Rinde. Nun sind wir seit 4 Monaten beschwerdefrei.
    Mit Sicherheit gibt es auch andere Wege, dieser ist aber für uns der komfortabelste und günstigste.
    Außerdem will ich in das Tier nicht irgendwelche Tropfen reindonnern, wo ich nicht weiß was drin ist.
    Viele verwechseln auch einen kleine Schluckanfall mit dieser Leckattacke. Wer das nachts mal mitgemacht...... .
    Danke

  • #26

    Anja und Banu (Donnerstag, 12 September 2019 14:11)

    Hallo, ich bin durch Zufall auf diese Seite gekommen, denn ich habe seit nunmehr ca. 4 Jahren das gleiche Problem. Meine Hovi Hündin Banu ist 6 Jahre alt und hat fast ständig, bis auf kurze Unterbrechungen diese Anfälle. Habe schon alles versucht: Barfen, Sanofor, Ulmenrinde, Brot etc. Nichts hilft zuverlässig. Des weiteren hatte sie schon öfter eine Magenschleimhautentzündung als auch eine Darmentzündung. Das ging dann mit Durchfall einher. Futter bekommt sie jetzt ein Gastro Futter, damit geht es einigermaßen. Mir ist aufgefallen, zumindest meine ich das, das es im Bereich der Läufigkeit (vor, während, danach), bei meiner Maus verstärkt vorkommt. Aus diesem Grunde wird sie in der nächsten Woche kastriert, wobei ich das auch wegen des Alters (Gebärmutterentzündung) vorbeugend tue. In Fachliteratur habe ich auch gelesen, das es einen Zusammenhang mit „IGB“ ( Morbus Chron) geben soll. Werde mich weiterhin diesbezüglich schlau machen. Auf jeden Fall bin ich froh, das es viele andere Leidensgenossen gibt�. Es wird ja leider von vielen so abgetan, ist ja nicht so schlimm, oder, ist doch nur ein Hund. Danke für Eure Aufmerksamkeit. Lg Anja

  • #27

    Anette (Donnerstag, 24 Oktober 2019 15:59)

    seit heute bekommt unser Chinesischer Schopfhund (4 J.) Ulmenrinde - wir wären ja sowa von selig, wenn es ihm endlich, endlich helfen wollte. Er ist, seit er ca. 1,5 Jahre alt ist, furchtbar empfindlich mit der Verdauung, die Bauchspeicheldrüse arbeitet nicht richtig lt. TA. Er hat immer wieder Durchfall, Erbrechen, steingrauen Kot, frisst Gras und leckt Fugen, Holz, Teppich, egal was, egal wo. Noch kein TA hat etwas über die Magensäure gesagt, geschweige denn, getan. Der hat wohl Stress, 'ne Neurose, hat's geheißen , unmöglich!
    Also, drückt bitte alle DAumen für den lütten Kalle!
    interessant ist dabei, dass wir noch einen Hund gleicher Rasse, gleichen Alters, unverwandt, haben - die ist robust wie nix Gutes. Gut zu wissen, dass es geht!
    besten Dank -Anette (und Kalle)

  • #28

    Carolyn (Freitag, 01 November 2019 11:08)

    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe nun ca. 6 Jahre mit unserem GSS einen Leidensweg hinter mir und kenne sehr gut diese schlaflosen Nächte und das schlechte Gewissen und die Sorge, wenn niemand zu Hause ist. Unser Nando ist durchgecheckt worden bis aufs Mark, er scheint kerngesund. Wir haben alle möglichen Futtermittel (Barf, Trockenfutter, Nassfutter, selber kochen) hinter uns. Auch Ulmenrinde, Leinsamen, Heilerde, richtige Erde, Retterspitz, Säureblocker ... , alles hilft für den ersten Moment, aber nicht dauerhaft.

    Nun hoffe und glaube ich die Lösung für ihn gefunden zu haben. Meine Vermutung ist, dass er zu viel Säure produziert bei dunklem und fettigem Fleisch. Ich füttere nun seit einiger Zeit Kaninchen (aus dem BARF-Laden). Ich koche es durch und füttere dann ca. 500 g Fleisch und 500 g Reis am Tag, verteilt auf 2 Mahlzeiten (die ganz vielen kleinen Mahlzeiten haben auch nicht geholfen). Die erste Mahlzeit morgens früh, die zweite Mittags möglichst vor 14 Uhr. In den Reis tue ich immer noch etwas Butter. Nando wiegt ca. 35 kg. Ansonsten bekommt er nichts, keine Leckerchen und auch kein Brot oder Zwieback. Zusätzlich gebe ich ihm drei Tabletten Nervoheel am Tag. Wenn er eine Phase hat wo er morgens Galle spuckt bekommt er für einige Tage abends vor dem Schlafen ein Päckchen Sucrabest (einfach in eine Spritze mit etwas Wasser vermischt ins Maul geben). Und dann bekommt er noch Globoli, jeweils verteilt auf die Woche Cuprum metallicum, Acidum nitricum und Arsenicum album, jeweils C200. Also einmal am Tag 5 Globoli Cuprum, am nächsten Tag Acidum und dann Arsenicum, an einem Tag in der Woche gar keine Globoli. Arsenicum abends, die anderen morgens.

    Ich wünsche allen viel Glück und Erfolg und eine hoffentlich passende Lösung!